Events

Mai
29
Fr
Aivery & Anja Chiara @ Redbox Mödling
Mai 29 um 17:00 – 20:00

Im Rahmen des Viertelfestival 2015 präsentieren wir euch:

Aivery (Noise/Punk/Grunge)

Anja Chiara (Singer/Songwriter/Folk)

Beginn: 19 Uhr

Eintritt: 4,-

Sep
11
Fr
RAMMELHOF / PICTURES OF MY FRIENDS @ Redbox Mödling
Sep 11 um 18:00 – 21:45

RAMMELHOF

Mitglieder der Anti-Scheuklappen-Fraktion aufgepasst! „Hände falten, Pappen halten“ war gestern! Mit RAMMELHOF habt ihr endlich euer langersehntes Sprachrohr gefunden!

Egal ob am Stammtisch in Herti’s Café Bauchstich oder in der Intellektuello-Ecke auf hippen biologisch abbaubaren Bänken mitten in Boboville:

Dass das Leben kein Ponyhof ist, hat sich mittlerweile sicherlich schon bis ins letzte Kärntner Bergdorf durchgesprochen, dass man selbst aufstehen sollte um zumindest einem Hendlstall für Bodenhaltungseiererzeugung nahe zu kommen, steht allerdings mit viel Aufwand und Mut in Verbindung. Genau diese beiden Voraussetzungen haben RAMMELHOF in ihrem Marschgepäck und sie scheuen nicht davor zurück, ihren musikalischen Protest auf den öffentlichen Bühnen der Welt zu propagieren. Dass sie die Nummer eins in Sachen Protest sind, hat auch der letzte noch nicht ganz systemangepasste Radiosender unseres Schnitzellandes entdeckt und so konnten RAMMELHOF den Sieg des FM4 Protestsongcontests auf ihrem Panzer nach Hause fahren.

RAMMELHOF nehmen sich kein Blatt vor den Mund, schreien uns ins Gesicht, was sie von dieser Welt halten und lassen dabei völlig ungeniert nichts und niemanden verschont. Ihr Schlachtruf? – Die GANZE WELT IST EIN RAMMELHOF!

 

 PICTURES OF MY FRIENDS

Von schreienden Gitarrenriffs, dröhnenden Basslines und tobenden Rhythmen bis hin zu filigranen Akkorden, eingängigen Melodien und funkig-verspielten Grooves: Seit 2009 bietet die Band PICTURES OF MY FRIENDS, bestehend aus Christoph Hierath, Maximilian Eidler und Florian Pistrol, abwechslungsreiche und experimentierfreudige Rockmusik. Ständig auf der Suche nach neuen Sounds und Klängen jenseits von Klischee und Konvention, führt das Trio in seinen Liedern verschiedenste Stilrichtungen zusammen und tänzelt gekonnt zwischen den Genres hin und her, um sich selbst und das Publikum immer wieder neu zu überraschen.

Jan
29
Fr
DIE DRESCHER Support: DA BRONIZ @ Redbox Mödling
Jan 29 um 19:00 – 22:45

In den dunklen Landen des Steinfeldes am Rande der Buckligen Welt ist Erntezeit. Ein neuer Morgen dräut herauf. Der graue Nebel hebt seine dunstige Last vom Angesicht der alten Erde, die hier von unzähligen Generationen bearbeitet und geformt wurde. Ein Knecht namens Drescher macht sich bereit, alles umzuackern. Er schüttelt sich die Nacht aus seinen steifen Gliedern, klaubt das Stroh aus der grob gestrickten Weste, schnippt es in den Matsch und spricht jene rauen Worte voller Urgewalt mit der melodiös-harten Sprache, in der schon seiner Ahnen die Geschicke der Welt so treffend zum Ausdruck brachten: „Bled grennt.“
Mag man das in gängiges Deutsch übersetzen, heißt das „dumm gelaufen – aber was soll’s?“. Bis jetzt möglicherweise. Doch mit der unbändigen stoischen Kraft und Gelassenheit einer Maschine stehen Drescher auf und fangen von vorne an. Und mit all den Lehren, die das Leben einem geben kann, haben sie die Worte gefunden, die eine reine, ehrliche und ungeschönte Botschaft tragen. Denn das alles musste jetzt einfach mal ohne Rücksicht auf irgendwas oder –wen gesagt werden. Die Musik ist bei Drescher so natürlich wie die Sprache. Denn es ist ihr Ding, mit dem sie seit Jahrzehnten durch ihre Verstärker jagen, was ihre Herzen befehlen.
Es ist Crossover-Metal mit österreichischem Dialekt – oder einfach VOLKSMETAL
Es ist Thrashmetal aus dem Herzen des Steinfelds – oder einfach DRESCH METAL
Es ist Drescher.
Gernot Engel und Bernd Wograndl verbindet seit den 90ern des letzten Jahrhunderts die Vorzüge der lauten und schnellen Riffs. „Endocrane“, „Paranoid Agony“ oder „Bleeed“ um nur einige Ihrer musikalischen Projekte zu nennen. Kleine Vorgeschichten im Angesicht des neuen, allumfassenden Werkes namens „Erntezeit“, ihrem Debut als „Drescher“. Zwischen damals und heute liegen mindestens sechs gelebte Leben und Karrieren, die ihnen die Reife und Gelassenheit gaben, um derart loszuschlagen.
Schon vor Jahren kamen sie mit der Ansage, dass sie das nächste große Ding, etwas völlig Neues abliefern werden. Ich kann mich gut erinnern. Größenwahnsinnig – klar. Warum nicht. Das ging so über Monate, weitere Jahre. „Abwarten dachte ich mir“. Sie wollten in Mundart singen. „Interessant“ dachte ich mir. Es werde Metal mit Akkordeon sagten sie. Ich dachte nichts mehr. Sie legten sich die Latte damit höher und höher. Gaben sich nie mit halben Sachen zufrieden, schickten Tonmischungen und Artwork wieder zurück an den Start, überließen nichts dem Zufall. Denn sie wussten was sie tun. Jetzt wird es also Realität. Ich durfte das Endprodukt, das endlich allen Ansprüchen genügte, hören und ich durfte das erste Video sehen. Nach all den Jahren. Kein Platz für Häme. Ich kann nur sagen: Sie haben abgeliefert. Respekt.
Conrad Heßler (Musikjournalist)