Events

Mai
29
Fr
Aivery & Anja Chiara @ Redbox Mödling
Mai 29 um 17:00 – 20:00

Im Rahmen des Viertelfestival 2015 präsentieren wir euch:

Aivery (Noise/Punk/Grunge)

Anja Chiara (Singer/Songwriter/Folk)

Beginn: 19 Uhr

Eintritt: 4,-

Okt
16
Fr
DACKELN IM STURM – Vorpremiere @ Redbox Mödling
Okt 16 um 18:00 – 21:00

von und mit Clemens Haipl & Herbert Kötzl

dackelnweb

Über „Dackeln im Sturm“:

Herbert Leopold Knötzl und Clemens Eduard Haipl sind zwei sehr fleißige Menschen: nicht einmal 16 Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Bühnenprogramm (“Protest” im Rahmen von Projekt X) blasen sie erneut zum Sturm auf die Bühnen Mittel- und Westeuropas.

Infotainment und das Aufdecken von Missständen sind nach wie vor große Anliegen. So kann es natürlich sein, dass eine Prostituierte auf einen Taxler, Cat Stevens auf Helene Fischer und die Zillertaler Schürzenjäger auf ein klassisches Kabarett-Couplet prallen. Warum? Weil es das alles gibt. Und Ausgrenzen ist nicht mehr so hip heutzutage.
Apropos „hip“: Entsprechend dem Trend zum Surfen dank Internetanschluss für Privathaushalte bewegt sich „Dackeln im Sturm“ in Gedankensprüngen und greift Themen assoziativ auf. Handlung ist so 2014!

Es werden behandelt und pflichtschuldigst ironisiert: Zwischenmenschliches, Politisches, Popkultur und die Welt im Allgemeinen (die gibt es laut dem Lambda CDM Modell seit 13,8 Milliarden Jahren – je nachdem, wann Sie diesen Text lesen. Das alles in ein abendfüllendes Programm zu packen, ist sehr ehrgeizig und volksnah.).
Darum ist es folgerichtig, dass die Wiener Gemeinderatswahl thematisiert und Sierra Madre gesungen werden wird.

Alles Liebe!
Herbert Leopold Knötzl & Clemens Eduard Haipl

p.s. Dieser Pressetext ist auf einem Touchscreen geschrieben worden. Wenn Sie also heftig daran reiben, öffnen sich einige „Hidden Features“. Nur zu!

p.p.s. Und hier lassen sich Haipl & Knötzl auf facebook verfolgen!

Karten gibts hier:

 

Jan
29
Fr
DIE DRESCHER Support: DA BRONIZ @ Redbox Mödling
Jan 29 um 19:00 – 22:45

In den dunklen Landen des Steinfeldes am Rande der Buckligen Welt ist Erntezeit. Ein neuer Morgen dräut herauf. Der graue Nebel hebt seine dunstige Last vom Angesicht der alten Erde, die hier von unzähligen Generationen bearbeitet und geformt wurde. Ein Knecht namens Drescher macht sich bereit, alles umzuackern. Er schüttelt sich die Nacht aus seinen steifen Gliedern, klaubt das Stroh aus der grob gestrickten Weste, schnippt es in den Matsch und spricht jene rauen Worte voller Urgewalt mit der melodiös-harten Sprache, in der schon seiner Ahnen die Geschicke der Welt so treffend zum Ausdruck brachten: „Bled grennt.“
Mag man das in gängiges Deutsch übersetzen, heißt das „dumm gelaufen – aber was soll’s?“. Bis jetzt möglicherweise. Doch mit der unbändigen stoischen Kraft und Gelassenheit einer Maschine stehen Drescher auf und fangen von vorne an. Und mit all den Lehren, die das Leben einem geben kann, haben sie die Worte gefunden, die eine reine, ehrliche und ungeschönte Botschaft tragen. Denn das alles musste jetzt einfach mal ohne Rücksicht auf irgendwas oder –wen gesagt werden. Die Musik ist bei Drescher so natürlich wie die Sprache. Denn es ist ihr Ding, mit dem sie seit Jahrzehnten durch ihre Verstärker jagen, was ihre Herzen befehlen.
Es ist Crossover-Metal mit österreichischem Dialekt – oder einfach VOLKSMETAL
Es ist Thrashmetal aus dem Herzen des Steinfelds – oder einfach DRESCH METAL
Es ist Drescher.
Gernot Engel und Bernd Wograndl verbindet seit den 90ern des letzten Jahrhunderts die Vorzüge der lauten und schnellen Riffs. „Endocrane“, „Paranoid Agony“ oder „Bleeed“ um nur einige Ihrer musikalischen Projekte zu nennen. Kleine Vorgeschichten im Angesicht des neuen, allumfassenden Werkes namens „Erntezeit“, ihrem Debut als „Drescher“. Zwischen damals und heute liegen mindestens sechs gelebte Leben und Karrieren, die ihnen die Reife und Gelassenheit gaben, um derart loszuschlagen.
Schon vor Jahren kamen sie mit der Ansage, dass sie das nächste große Ding, etwas völlig Neues abliefern werden. Ich kann mich gut erinnern. Größenwahnsinnig – klar. Warum nicht. Das ging so über Monate, weitere Jahre. „Abwarten dachte ich mir“. Sie wollten in Mundart singen. „Interessant“ dachte ich mir. Es werde Metal mit Akkordeon sagten sie. Ich dachte nichts mehr. Sie legten sich die Latte damit höher und höher. Gaben sich nie mit halben Sachen zufrieden, schickten Tonmischungen und Artwork wieder zurück an den Start, überließen nichts dem Zufall. Denn sie wussten was sie tun. Jetzt wird es also Realität. Ich durfte das Endprodukt, das endlich allen Ansprüchen genügte, hören und ich durfte das erste Video sehen. Nach all den Jahren. Kein Platz für Häme. Ich kann nur sagen: Sie haben abgeliefert. Respekt.
Conrad Heßler (Musikjournalist)